Der Altstadtfriedhof in Aschaffenburg

Der Altstadtfriedhof ist heute der älteste Friedhofs Aschaffenburgs, auf dem noch Beisetzungen stattfinden. Viele bekannte Aschaffenburger Bürger sind hier beigesetzt. Manche kennt man von den Straßennamen Aschaffenburgs.

Die Geschichte des Altstadtfriedhofes begann im Jahre 1809. Aschaffenburg hatte damals zwei Friedhöfe: den an der Muttergottes- und den an der Agathakirche. Aber beide waren im Laufe der Zeit zu klein geworden für die zunehmende Bevölkerung Aschaffenburgs, das jetzt ca. 6500 Einwohner zählte. Von einem Stiftsvikar kaufte man ein Grundstück auf dem Güterberg, wo damals die Gärten der begüterten Aschaffenburger Bürger lagen. Das wurde der erste Teil des heutigen Altstadtfriedhofs.

Geweiht wurde der neue Friedhof am 18.Juli 1809. Noch am gleichen Tag fand das erste Begräbnis statt: Es war der 18-jährige Gymnasiast Johann Philipp Will, dessen Vater als Departementspräfekt maßgeblich an der Planung des neuen Friedhofes beteiligt gewesen war.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte musste der Friedhof immer wieder erweitert werden, so dass er jetzt ca. 36 000 qm umfasst.

Im 2. Weltkrieg wurden durch Bomben auch Teile des Friedhofes beschädigt und zerstört. Auch die Leichenhalle war davon betroffen.

Ein Stadtratsbeschluss aus den 70er-Jahren des 20.Jahrhunderts, wonach der Altstadtfriedhof zum 31.12.1999 als Begräbnisstätte geschlossen und nur als Park weitergeführt werden sollte, wurde zwischenzeitlich wieder aufgehoben. Statistische Hochrechnungen hatten ergeben, dass der Waldfriedhof vor den Toren der Stadt für die zunehmende Einwohnerzahl nicht ausreichen werde.

Der Haupteingang des Friedhofs liegt am Güterberg, genau gegenüber der Gärtnerei. Von dort betritt man Teil I, den ältesten Teil des Friedhofs.